

Informiere dich, wie du im Notfall gewarnt wirst und welche Informationsquellen zuverlässig sind. Verwende ausschließlich offizielle Kanäle. Mach dich vertraut mit:
Informiere dich über barrierefreie Notrufdienste, Apps und Websites. Installiere z.B. die Textnotruf-App DEC 112.
Informiere dich über mögliche Gefahren in deiner Umgebung. Unterstützung findest du bei Behörden, deiner Gemeinde, auf Plattformen wie HORA, dem Waldatlas oder den Geoportalen der Bundesländer.
Eine gute Kenntnis deiner Umgebung hilft dir im Notfall. Markiere wichtige Punkte wie:
Kenne den Ort der Hauptschalter (Absperreinrichtungen) für Gas, Wasser und Strom und mache dich mit ihrer Bedienung vertraut. Im Notfall kannst du so Gefahren rasch reduzieren.
Lege mit deinem Umfeld (z.B. Familie) einen fixen Treffpunkt fest, den alle im Notfall zu Fuß erreichen können. So findet ihr euch wieder, auch wenn Telefon oder Internet nicht funktionieren.
Informiere dich, wo in deiner Gemeinde Standorte zur Hilfe und Versorgung der Bevölkerung eingerichtet werden. Dort erhältst du im Notfall Informationen, Strom, Versorgung und Unterstützung. Solche Standorte heißen je nach Gemeinde anders, zum Beispiel: Selbsthilfebasen, Leuchttürme oder Lichtinseln.
Markiere wichtige Vorräte, Medikamente und medizinische Hilfsmittel mit großen oder tastbaren Beschriftungen, damit du sie auch in Stresssituationen schnell findest. Bitte Personen in deinem Umfeld, dich dabei zu unterstützen, wenn nötig.
Kenne in allen häufig genutzten Gebäuden den Weg zum Treppenhaus. Nutze im Notfall niemals den Aufzug, da die Gefahr besteht, darin eingeschlossen zu werden!
Lerne deine Nachbar:innen kennen und besprecht, wie ihr euch im Notfall gegenseitig unterstützen könnt. Haltet fest, welche Hilfe im Ernstfall von wem benötigt wird.
Verabrede gegenseitige Telefon-, SMS- oder Tür-Checks mit Personen in deiner Nähe. Wählt fixe Intervalle (z.B. jeden Sonntag um 18 Uhr). Im Falle eines Stromausfalls eignen sich Walke-Talkies auch gut. Sie haben eine geringe Reichweite, eigenen sich aber für die Kommunikation in der näheren Umgebung (z.B. mit Nachbar:innen).
Drucke deinen digitalen Notfallplan aus oder erstelle eine analoge Version. Bewahre ihn an einem gut erreichbaren Ort auf, damit du ihn im Ernstfall sofort findest. Besorge zusätzlich einen gedruckten Stadtplan. Elektronische Karten können im Notfall ausfallen. Informiere dich auch über Notfallpläne deiner Gemeinde oder Nachbarschaft (z.B. Wohnblock, Siedlung).
Besprich die wichtigsten Aufgaben und Abläufe mit Familie, Freund:innen oder Nachbar:innen. So wissen alle, was im Notfall zu tun ist, und können sich gegenseitig unterstützen.
Übe die geplanten Abläufe regelmäßig durch. Beziehe alle Personen ein, die im Notfall betroffen sind, damit jeder weiß, was zu tun ist.
Achte darauf, dass deine Impfungen und jene deiner Familie aktuell sind. Informiere dich bei Ärzt:innen über Empfehlungen. Auf www.impfen.gv.at erhältst du mehr Informationen dazu.
Prüfe deine Versicherungspolizzen, um zu wissen, welche Schäden abgedeckt sind. Informiere dich über die Schritte im Schadensfall.
Informiere deinen Arbeitgeber über ehrenamtliche Tätigkeiten oder familiäre Verpflichtungen, die deine Verfügbarkeit im Notfall beeinflussen können.
Mache dir Gedanken, wie du Menschen in deinem Umfeld unterstützen kannst - vor, während und nach einem Notfall. Registriere dich als Helfer:in bei "Team Österreich", um rasch und koordiniert Hilfe leisten zu können: Team Österreich
Parke nicht unter Bäumen oder instabilen Strukturen. Herabstürzende Teile könnten Karosserie, Elektronik und Motor beschädigen.
Lass brennende Kerzen niemals unbeaufsichtigt. Halte sie fern von brennbaren Stoffen und blase sie aus, bevor du den Raum verlässt oder schlafen gehst. Nutze standsichere Halter.
Schließe alle Fenster und Türen beim Verlassen des Hauses. So schützt du dein Zuhause vor Wassereintritt.
Halte dein Fahrzeug möglichst immer über halb voll, um im Notfall mobil zu bleiben, falls du wichtige Fahrten machen musst.
Erstelle Chatgruppen mit wichtigen Personen, um im Notfall schnell kommunizieren zu können. Übt gemeinsam den Umgang damit. Bei Stromausfall können Walkie-Talkies in der Nähe hilfreich sein. Sie haben eine geringe Reichweite, eigenen sich aber für die Kommunikation in der näheren Umgebung (z.B. mit Nachbar:innen).
Mache dich mit den Fluchtwegen in deinem Zuhause vertraut und halte Türen, Flure und Fenster jederzeit frei. So kannst du im Notfall rasch flüchten, ohne zu stolpern oder dich zu verletzen.
Vermerke Personen oder Institutionen die deine Betreuungspflichten und weitere Verpflichtungen übernehmen können, falls du dazu nicht in der Lage bist (Name, Adresse, Telefonnummer, Ansprechperson,…)
Erstelle eine Liste der wichtigsten verschreibungspflichtigen Medikamente sowie detaillierte Angaben zu medizinischen Geräten oder Hilfsmitteln (Lagerung, Dosierung, empfohlene Anwendung usw.).
Notiere Kontaktinformationen von Ärzt:innen und medizinischen Hilfsdiensten (Name, Adresse, Ansprechperson, Telefonnummer,…)
Notiere den vereinbarten Treffpunkt für alle Familienmitglieder oder nahestehenden Personen. Das ist der Ort, an dem sich alle treffen, wenn eine Kommunikation im Notfall nicht möglich ist. Gib die Adresse, die Koordinaten und wer dort erwartet wird an.
Schreibe Kontaktinformationen von Angehörigen (Wohnadresse, Telefonnummer, Name Adresse und Telefonnummer der Arbeitsstelle…) in deinen Notfallplan
Notieren welche Aufgaben im Haushalt erledigt werden müssen und wer sich im Notfall darum kümmert – vor allem, wenn es um die Betreuung von Kindern, älteren oder kranken Personen, Haustieren oder um berufliche Verpflichtungen geht.